Archiv für den Autor: Volker Theis

Übernahme rechtlicher Betreuungen

Im Großraum Freiburg bis Hochschwarzwald/Titisee – Neustadt übernimmt unser Aufsichtsratmitglied Frau Birgitta Bombardi rechtliche Betreuungen. Sie ist dazu beim Betreuungsgericht zugelassen. Die Betreuung beinhaltet:

  • Vorsorgevollmacht
  • Betreuungsverfügung
  • Patientenverfügung

Nach einer Zusatzausbildung beim SKM, dem Katholischen Verband für soziale Dienste in Deutschland, ist Frau Birgitta Bombardi berechtigt rechtliche Betreuungen zu führen. Dies geschieht hauptsächlich bei Menschen, die ihre rechtlichen Angelegenheiten wegen einer Krankheit oder Behinderung oder altersbedingten Folgeerkrankungen (Demenz usw.) nicht mehr alleine regeln können oder wollen.

Frau Bombardi hält den Kontakt mit den Betreuten und führt Hausbesuche durch bei denen ganz individuell in Fallbesprechungen stattfinden. Sie vertritt die Betreuten in den Bereichen: Ämterangelegenheiten, Gesundheit, Aufenthaltsbestimmung, Vermögensvorsorge und erledigt Verwaltungsarbeit im Büro. Ausserdem informiert sie gerne über Vorsorgemöglichkeiten (Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung) und welche Form für die eigene Situation passend ist. Ebenso auch welche Risiken und Vorteile die einzelnen Vorsorgemöglichkeiten bieten und mit wem heute schon darüber gesprochen werden sollte.

Personen

Geschäftsführung, Vorstand, Aufsichtsrat  – die aktuell rechtlich verantwortlichen Akteure und weitere Genossenschaftsmitglieder

Der Vorstand der SAGES eG leitet die Genossenschaft in eigener Verantwortung. Dabei muss er selbstverständlich die Beschränkungen beachten, die von den Mitgliedern durch die Satzung festgesetzt worden sind. SAGES wird gerichtlich und außergerichtlich durch seine gegenwärtig zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Ihnen obliegt gleichzeitig die Geschäftsführung. Bei der SAGES eG erfüllen sie diese Aufgabe aktuell ehrenamtlich. Beide Vorstandsmitglieder arbeiten gleichberechtigt. Erfreulicherweise konnten für diese Arbeit zwei engagierte und qualifizierte Fachleute gewonnen werden.

Volker Theis

Volker Theis

Unser Geschäftsführer Volker Theis ist ausgebildeter Einzelhandelskaufmann. In seine Arbeit als Geschäftsführer der SAGES bringt er Kompetenzen aus seiner langjährigen Arbeit mit Menschen ein. Für SAGES hat er sich in einem Altenpflegeheim und einem Kurs für Demenzkranke weitergebildet. Auch seine früheren beruflichen Erfahrungen im Geschäftskundenvertrieb, aber auch im Bereich Versicherungen und Bürosysteme fließen in seine Arbeit ein.

 

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Dietrich Elchlepp

Unser ehemaliges Vorstandsmitglied Dietrich Elchlepp, gelernter Industriekaufmann und Jurist, arbeitet als ehemaliger, inzwischen pensionierter Ministerialrat eines Bundesministeriums bei SAGES ehrenamtlich mit. Elchlepp war auch Bundestags- und Europa-abgeordneter unserer Region. Er war außerdem Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Dr. Burghard Flieger

Dr. Burghard Flieger

Unser ehemaliges Vorstandsmitglied Dr. Burghard Flieger ist Diplomvolkswirt und Soziologe. Er arbeitet  seit über 25 Jahre beratend, lehrend, publizierend im Genossenschaftssektor. Sein Einkommen erzielt er als Vorstand und wissenschaftlicher Leiter der innova eG und als freiberuflicher Berater. Er ist unter anderem als Dozent für Sozialwirtschaft, Sozialmanagement und Betriebswirtschaftslehre an der evangelischen Fachhochschule in Freiburg und an der Fachhochschule in München tätig.

 

Richard Krogull-Raub

Richard Krogull-Raub

Unser Vorstandsmitglied Richard Krogull-Raub ist diplomierter Sozialpädagoge, selbstständig tätig, unter anderem in der Unternehmensentwicklung. 

 

 

 

Silvia von Hinrichs

Silvia von Hinrichs

Unser Aufsichtsratsmitglied Silvia von Hinrichs, verheiratet, vier Kinder, ist Diplom-Religionspädagogin mit den Schwerpunkten Seelsorge sowie Jugend- und Erwachsenenbildung. Sie engagiert sich seit dem Abschluss des Studiums 1997 bis heute im Dienst der Ev. Landeskirche Baden als Gemeindediakonin, Jugendreferentin, Religionslehrerin und Seelsorgerin. Durch eine Weiterbildung zur qualifizierten Altenheimseelsorgerin ist sie seit 2005 als Diakonin in drei Altenpflegeheimen in Freiburg mit Schwerpunkt seelsorgerliche Begleitung und Verkündigung beauftragt.

Raimund Güssregen

Raimund Güssregen

Unser Aufsichtsratsvorsitzender Raimund Güssregen ist Jurist und ausgebildeter Bürgermentor.Er arbeitete über 25 Jahre als Anwalt und Insolvenzverwalter und ist jetzt – zum grösseren Teil ehrenamtlich – als juristischer Berater sowie in sozialen und kulturellen Gruppen und Projekten tätig, teilweise trinational hier am Oberrhein.

 

 

Rita Werum-Wessolek

Rita Werum-Wessolek

Unser Aufsichtsratmitglied Rita Werum-Wessolek ist Dipl. Sozialarbeiterin und Sozialmanagerin. Sie engagiert sich in der Beschäftigungsinitiative des Nachbarschaftswerks e.V. für langzeitarbeitslose Menschen mit dem Ziel der Integration in Arbeit und der Teilhabe an der Gesellschaft.

 

 

Brigitta Bombardi

Birgitta Bombardi

Unser Vorstandsmitglied Birgitta Bombardi ist staatl. anerk. Med.-techn.-Ass., Altenpflegehelferin und war überwiegend in der pharmakologischen Forschung als Study Nurse tätig. Sie verfügt über 10 Jahre Erfahrung in der häuslichen Betreuung und Pflege von dementen Senioren. Nach einer Zusatzausbildung ist sie seit April 2014 zur Übernahme von rechtlichen Betreuungen zugelassen beim Betreuungsgericht.
Eine inividuelle, persönliche Betreuung ohne Zeitdruck in den eigenen vier Wänden liegt ihr sehr am Herzen. Engagiert, zuverlässig und vertrauenswürdig setzt sie ihre Motivation bei den täglichen Einsätzen für SAGES erfolgreich ein und um. Frau Birgitta Bombardi ist zuständig für die Betreuung im Hochschwarzwald/Titisee – Neustadt.

Aktuell: Kontinuierliche Weiterentwicklung durch Zusammenarbeit

Mittlerweile weist die Genossenschaft über 75 Mitglieder auf. Ein Teil davon hat sich im Rahmen von SAGES durch Eigeninitiative und Selbstverantwortung einen regelmäßigen Arbeitsplatz geschaffen. Drei Mitglieder sind mittlerweile fest in Vollzeit angestellt. Weitere feste Stellen sollen nach und nach folgen. Gegenwärtig arbeiten 13 SAGES-Mitglieder auf Minijobbasis bei den konkreten Dienstleistungen mit.

SAGES befindet sich in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess, auch wenn vieles langsamer vonstatten geht als gewünscht. Wir unterscheiden drei Formen, der Zusammenarbeit:

  • Zum einen gibt es viele Menschen, die einfach nur zwei oder mehrere Anteile zeichnen, damit sich unsere finanzielle Basis verbessert und wir beispielsweise mehr Werbung machen können. Auf diese Weise wird es uns ermöglicht, andere über unseren Unternehmenskonzept und die angebotenen Dienstleistungen zu informieren.
  • Viele unterstützen uns durch Verbreitung von Informationen über die Arbeit von SAGES. Dies geschieht durch Einzelpersonen als auch durch andere kleine Unternehmen. Wechselseitig verweisen wir so Kunden auf die bestehenden Möglichkeiten.
  • Im Idealfall gewinnen wir andere Unternehmen, die für die Zielgruppe Senioren und Familien arbeiten als Kooperationspartner. Sie sind auf dieser Website unter diesem Stichwort aufgeführt. Sie sind Mitglied der SAGES und / oder mit uns durch einen Kooperationsvertrag verbunden, in dem die Zusammenarbeit festgehalten ist.
  • Auch Kunden werden im Idealfall Mitglied unserer Genossenschaft. Auf diese Weise können Sie nicht nur mitgestalten, sondern auch günstigere Preise in Anspruch nehmen. Kontinuität, Vertrauen und Seriosität gehören zur genossenschaftlichen Unternehmensphilosophie. Im Gespräch mit SAGES ist es deshalb möglich, viele Wünsche für alle Seiten zufriedenstellend abzuklären.

Nutzer- statt Investororientierung: der Förderauftrag der Genossenschaft

Die genossenschaftliche Satzung der SAGES eG garantiert, dass die einmal verfolgten Zwecke erhalten bleiben. Nicht die Gewinnerzielung oder gar –maximierung stehen im Vordergrund, sondern der Aufbau von Arbeitplätzen und wirtschaftlicher Existenzen der Mitglieder und deren Sicherung in schwierigen Zeiten. Die Vorteile der Genossenschaft, wirtschaftliche Gesichtspunkte mit sozialer Verantwortung zu verbinden und die Verteilung der Lasten auf mehrere Schultern, waren ausschlaggebende Gründe für die Wahl der genossenschaftlichen Rechtsform. Sie umfasst den genossenschaftlichen Förderauftrag, der sich für die Mitglieder der SAGES eG unter drei Punkten festhalten lässt:

  •    Erstens soll die persönliche Wohlfahrt verbessert werden, indem die Mitglieder unterschiedliche Fähigkeiten einbringen und austauschen und dadurch gegenseitig voneinander profitieren.
  •    Zweitens kann im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ein Zusatzeinkommen erzielt werden.
  •    Und drittens soll durch den mittelfristigen Aufbau einer Produktivgenossenschaft perspektivisch eine berufliche Neuorientierung mit einem festen Arbeitsplatz oder hin zu einer selbstständigen Tätigkeit ermöglicht werden.

Die Ergebnisse der Arbeit von SAGES sind nicht nur positiv für die arbeitslosen Mitglieder. Vielmehr profitieren von einer Verbesserung der Situation der Beteiligten auch bestehende Unternehmen, die jeweilige Kommune und Träger der freien Wohlfahrtspflege im Umfeld. Entsprechend sehen wir es auch als zweckmäßig an, die Genannten als Mitglieder in die Organisation der Genossenschaft zu gewinnen. Sie können durch Synergieeffekte und Unterstützung der Sozialgenossenschaft SAGES so zu deren Aufwertung als Bestandteil unseres Gemeinwesens beitragen.

Vorteile der genossenschaftlichen Rechtsform für unsere Ideen

Durch ihre Eignung für Großgruppen kann eine Genossenschaft, im Gegensatz zur GmbH, viele- auch kleine – Finanzierungsanteile für eine Unternehmensgründung zusammentragen. Die Gruppengründung ist so eine effiziente Form, Eigenkapital zu bilden, das ein einzelner arbeitsloser SAGES-Gründer nicht aufbringen könnte. Neben den Mitarbeitenden zeichneten darüber hinaus auch Fördermitglieder Geschäftsanteile. Dies trifft heute für rund drei Viertel der Genossenschaftsmitglieder zu. Wir sind hier selbstverständlich an weiteren Mitgliedern interessiert, die uns durch Ihre Anteilszeichnung oder Mitarbeit unterstützen wollen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Eigenkapitalerhöhungen und -senkungen unkompliziert durch Ein- und Austritte umgesetzt werden könnten. Bei der GmbH zieht dies jedes Mal eine notarielle Beglaubigung mit entsprechenden Kosten nach sich. In Genossenschaften vollziehen sich solche Veränderungen „unbürokratisch“ durch Eintragungen in die Liste der Genossenschaftsmitglieder.

Auch ist das demokratische Grundprinzip von Genossenschaften – „ein Mensch eine Stimme“ – für die Motivation der Beteiligten von Vorteil. Darüber hinaus gefährdet ein Mitglied beim Austritt, anders als beim GmbH-Gesellschafter, durch die geringe Anteilsgröße und die fehlende Beteiligung am inneren Wert des Unternehmens nicht gleich dessen Existenz. Hier gilt: Nutzerorientierung vor Kapitalorientierung. Und was eine Genossenschaft noch auszeichnet: Mit ihr werden soziale Leitbilder verbunden. So stehen Genossenschaften für Kooperation, gesellschaftliche Verantwortung, betriebliche und zwischenbetriebliche Demokratie. Das zeigt starke Auswirkungen auf die Mitgliederbindung und bringt eine hohe Akzeptanz nach innen und außen.

Bürgerschaftliches Engagement

Vorstand und Aufsichtsrat bei SAGES machen ihre Arbeit bei SAGES bisher ehrenamtlich. Dazu gehört die Entwicklung des Konzepts, die Öffentlichkeitsarbeit, die Büroorganisation, die Einsatzbesprechung der Arbeitslosen für die Durchführung von Aufträgen, die Information der Mitglieder, das Werben potentieller Arbeitsloser für eine Mitarbeit bei SAGES und die Durchführung von Veranstaltungen vor Senioren, um weitere Mitglieder zu gewinnen und Aufträge zu bekommen. Insofern lässt sich festhalten, dass das bürgerschaftliche Engagement von Nichtarbeitslosen und Arbeitslosen bisher den wesentlichen Teil der Entwicklung und Umsetzung von SAGES ausmacht.
Die Angebote von SAGES erstrecken sich im Haushaltsbereich auf die Schwerpunkte Raumpflege, Wäschepflege, Küchenhilfe sowie Garten und Hof, bei der Mobilitätshilfe auf die Schwerpunkte Begleitung, Einkaufen, Botengänge und Bewegung. Beim dritten Standbein des Unternehmens, der Kontaktpflege, geht es um Dienstleistungen für ältere Bürger wie Schriftverkehr, Unterhaltung und Ausflüge. Die Dienstleistungsangebote richten sich sowohl an Privathaushalte als auch an Menschen, die in Seniorenanlagen leben.

Kleine kontinuierliche Erfolge
SAGES bietet Leistungspakete in den Bereichen der Grundversorgung an mit speziellen Serviceangeboten. Sie können jederzeit zugunsten neuer Kundenwünsche erweitert werden. Wohnungsgröße und Anzahl der im Haushalt lebenden Personen liefern die Grundlage für eine Kalkulation. Hinzu kommt die Häufigkeit der Inanspruchnahme von Diensten. Die Palette der wöchentlichen, monatlichen, halbjährlichen, jährlichen und saisonbedingten Einsätze wird ergänzt durch Angebote, die nach Bedarf geordert werden. Beispielsweise begleitet SAGES eine Kundin oder einen Kunden bei plötzlich notwendig gewordenem Krankenhausaufenthalt bis ins Krankenzimmer.

Gegenwärtig arbeiten vier Langzeitarbeitslose bei SAGES auf Minijobbasis mit kontinuierlich, aber langsam wachsender Tendenz. Geplant wird aktuell die erste Halbtagsstelle einzurichten. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass viele Arbeitslose, die sich bei SAGES engagieren, neue Erfahrungen mit der Übernahme von Verantwortung bei Büroorganisation, Verwaltung, Akquisition, Planungen mit Kolleginnen etc. machen. Viele gewinnen durch den gemeinsamen Rahmen und das Arbeiten in der Gruppe ein neues Selbstbewusstsein, das ihnen über den Verlauf ihrer Arbeitslosigkeit oft verloren gegangen ist. So verwundert es nicht, dass gerade einige, die sich besonders engagieren mit der Zeit einen neuen festen Arbeitsplatz außerhalb von SAGES bekommen. Sie bleiben der Genossenschaft mit ihrem Engagement weiterhin verbunden, da sie selbst am besten wissen, wie wichtig es ist, die Einbindung in einer Gruppe zu erfahren gepaart mit Unterstützung und erste Erfahrungen bei der Arbeitsaufnahme, um wieder selbstbewusster auftreten zu können.

Zur Vorgeschichte
Seit Frühjahr 2004 traf sich regelmäßig eine Gruppe arbeitsloser Frauen und Männer, um eine Lösung für die eigene Arbeitslosigkeit zu finden. Im Herbst wurde schließlich beschlossen, eine Firma zu gründen. Nach intensiver Beschäftigung mit verschiedenen, in Frage kommenden Tätigkeitsbereichen und unterschiedlichen Rechtsformen entschlossen sich die sieben Beteiligten zur Gründung einer Dienstleistungsagentur für Seniorenassistenz im Alltag auf genossenschaftlicher Basis. Die Vorteile der Genossenschaft, wirtschaftliche Gesichtspunkte mit sozialer Verantwortung zu verbinden und die Verteilung der Lasten auf mehrere Schultern, waren ausschlaggebende Gründe für diese Entscheidung.

Die abnehmende Leistungsfähigkeit mit fortschreitendem Alter verlangt nach geeigneter Unterstützung, auch in Form bezahlter Dienstleistungen. Erst sie ermöglichen vielen SeniorInnen ein angenehmes Leben. An diesem Punkt setzt die Geschäftsidee von SAGES an. Bislang wurde die Unterstützung älterer Menschen allzu oft gleichgesetzt mit der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung alter, kranker, hilfs- und pflegebedürftiger Menschen. Damit wird aber bei weitem nicht das gesamte Angebot der notwendigen Dienstleistungen für ein altersgerechtes Leben abdeckt. Die Mehrzahl der Senioren ist weder versorgungs- noch pflegebedürftig und lebt meist unabhängig von ihren Kindern in Wohnungen oder Häusern. Besonders auf diese Gruppe konzentriert sich SAGES bei der Kundengewinnung.

Genossenschaftlicher Förderauftrag
In allen Bereichen ist bei SAGES das persönliche Engagement wahrnehmbar, das die Mitglieder bei der ehrenamtlichen Tätigkeit als auch diejenigen, die bezahlte Tätigkeiten übernehmen, in ihre Arbeit einfließen lassen. Denn im Gegensatz zu den meisten, rein kommerziell arbeitenden Dienstleistern steht bei SAGES nicht das Gewinninteresse der Kapitalgeber im Vordergrund, sondern die Förderung der Mitglieder. Dazu gehört, durch die Mischung des bürgerschaftlichen Engagements der so genannten Fördermitglieder und des Eigenengagements der Betroffenen, zu erreichen:

1.Die Verbesserung der persönlichen Wohlfahrt, indem die Mitglieder unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Genossenschaft einbringen, austauschen bzw. sich gegenseitig unterstützen und so positive Erfahrungen mit ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement machen.

2.Die Erzielung eines Zusatzeinkommens im Rahmen der gesetzlichen Zuverdienstgrenzen, indem die Genossenschaft für an Mitglieder oder Nichtmitglieder verkaufte Dienstleistungen, bisher über Minijobverhältnisse, ein ergänzendes Einkommen auszahlt.

3.Berufliche Neuorientierung durch eine in der Genossenschaft organisierte und abgesicherte Mitarbeit der arbeitslosen Mitglieder, der Entwicklung einer selbstständigen Tätigkeit sowie dem mittelfristigen Aufbau einer Produktivgenossenschaft, die feste Arbeitsplätze ermöglicht.

Die Ergebnisse der Arbeit von SAGES sind nicht nur positiv für die arbeitslosen Mitglieder. Vielmehr profitieren von einer Verbesserung der Situation der Beteiligten auch bestehende Unternehmen, die jeweilige Kommune und Träger der freien Wohlfahrtspflege im Umfeld. Entsprechend wird es auch als zweckmäßig angesehen, die Genannten als Mitglieder in die Organisation der Genossenschaft einzubinden. Sie können durch Synergieeffekte und Unterstützung der Arbeitslosengenossenschaft SAGES so zu einer Aufwertung als Bestandteil der Gemeinwesenökonomie beitragen. SAGES kann auch als mutmachendes Experiment zur Nachahmung dienen, indem andere Langzeitarbeitslose dazu angeregt werden auf die Möglichkeiten der Gruppenselbsthilfe zurückzugreifen, um die Probleme der Dauerarbeitslosigkeit für sich zu mildern oder gar ganz zu beseitigen.

Arbeitsplätze schaffen – Motivationen der gemeinschaftlichen Gründung

Zwei gewichtige Faktoren geben den Anlass zur Gründung: Die Zahl der Seniorinnen und Senioren wird in Freiburg – entsprechend dem bundesweiten demographischen Trend – im Laufe der nächsten 15 Jahre weiter zunehmen. Rund 93% aller älteren Menschen ab 60 Jahren leben in Freiburg privat in Wohnungen oder Häusern. Das Potential des Dienstleistungssektors für ältere Menschen wird zunehmen und stellt einen Zukunftsfaktor für wirtschaftliches Planen dar.

Eine Reduzierung der hohen Zahl der älteren Langzeitarbeitslosen tritt in absehbarer Zeit nicht ein. Möglichkeiten, dieser Situation entgegenzuwirken, liegen für viele Arbeitslose in der Hilfe zur Selbsthilfe. In diesem Zusammenhang bietet gerade die Rechtsform der Genossenschaft durch das Prinzip der solidarischen Gruppenselbsthilfe für viele Arbeitslose eine Chance, sich durch Eigeninitiative wieder in den Prozess der Erwerbsarbeit einzugliedern. SAGES kann als mutmachendes Experiment zur Nachahmung dienen, indem andere Langzeitarbeitslose dazu angeregt werden, auf die Möglichkeiten der Gruppenselbsthilfe zurückzugreifen, um die Probleme der Dauerarbeitslosigkeit für sich zu mildern oder gar ganz zu beseitigen.

Langzeitarbeitslose, oft bereits über 50 Jahre alt, haben meist wenige Chancen auf einen dauerhaften Arbeitsplatz. Dies gilt auch dann, wenn sie sich intensiv bemühen und regelmäßig Bewerbungen schreiben. Dabei sind ihr Wissen, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr Einsatz oft größer und zuverlässiger als bei Personen, die die Erfahrung längerer Arbeitslosigkeit noch nicht gemacht haben. Die Mitarbeit bei SAGES verhindert, dass sie in der Langzeitarbeitslosigkeit den Kontakt zu Mitmenschen und den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt ganz verlieren: Sie werden motiviert, durch Leistung im Arbeitseinsatz das eigene Selbstbewusstsein und den Gestaltungswillen zu erhalten. Bei der SAGES eG haben wir bisher viele positive Erfahrungen mit dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemacht.

Entstehung der SAGES eG

In der Gemeinschaft liegt viel Kraft: zur Entstehung der SAGES eG

Am 09. März 2005 wurde die SAGES eG in Freiburg im Breisgau auf genossenschaftlicher Basis von 27 engagierten Persönlichkeiten gegründet. SAGES ist eine Dienstleistungsagentur für ältere und Unterstützung suchende Menschen. Die Gründerinnen und Gründer von SAGES (Kürzel für Serviceagentur für Senioren), planten mit dieser Gründung die Schaffung von Arbeitsplätzen für Erwerbslose. Ein großer Teil der Mitglieder der Gründungsgruppe war erwerbslos.

Seit dem Frühjahr 2004 trafen sich diese arbeitslosen Frauen und Männer regelmäßig, unterstützt durch viele ehrenamtlich Tätige aller Berufsrichtungen, um eine Lösung für die eigene Arbeitslosigkeit zu finden. Im Sommer 2004 wurde beschlossen, eine Firma zu gründen. Nach intensiver Beschäftigung mit verschiedenen, in Frage kommenden Tätigkeitsbereichen und unterschiedlichen Rechtsformen wurde die Gründung einer Agentur für Alltagsassistenz auf genossenschaftlicher Basis vorbereitet.

Auf der Suche nach weiteren Informationen über das Genossenschaftswesen stießen die Initiatorinnen und Initiatoren auf die Unterstützungsangebote der Entwicklungspartnerschaft innova eG (www.innova-eg.de) mit Hauptsitz in Leipzig. Sie engagiert sich bundesweit für neue Selbsthilfegenossenschaften. Die innova eG begleitet arbeitslose Menschen längere Zeit u.a. durch Qualifizierung bei Teamgründungen. Ziel ist es, zum Abbau von Arbeitslosigkeit und Diskriminierung beizutragen. Die SAGES eG hat durch die innova eG zahlreiche Formen der fachlichen Unterstützung erfahren.

Die Initiativgruppe beschäftigte sich angeleitet durch die innova eG ausführlich mit der Gründung. Damit zusammenhängend wurde eine Satzung ausgearbeitet. Alle Beteiligten konnten so einen guten Überblick über die Notwendigkeiten und Strukturen ihrer zukünftigen Firma gewinnen. Entsprechend wurden Marktanalysen vorgenommen, Dienstleistungsangebote ausgearbeitet, Finanzpläne erstellt, Ausgaben berechnet, Einnahmen kalkuliert und der Personalbedarf ermittelt. Ziel war die Ausarbeitung eines realitätsnahen Geschäftsplanes.

Das gesamte Konzept musste zur Begutachtung dem genossenschaftlichen Prüfungsverband vorgelegt werden. Dieser attestierte in seinem Gründungsgutachten der SAGES eG positive Entwicklungschancen, so dass diese am 10. August in das Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Freiburg eingetragen wurde. Am Donnerstag, den 13. Oktober 2005, startete die SAGES eG um 16 Uhr mit einer kleinen Feier offiziell ihre Geschäftstätigkeit.

Informationen für Senioren

Die Seniorenfreundlich-Seiten geben zahlreiche interessante Informationen für Senioren. Sie werden herausgegeben und in unregelmäßigen Abständen von Otto Buchegger aus Tübingen fortgeschrieben.

PlanetSenior – Das Senioren-Portal für Menschen im besten Alter enthält zahlreiche informative Hilfen für ältere Menschen, u.a. auch zum Wohnen.

Das Seniorenportal versucht professionell mit Werbung verbunden eine Community aufzubauen, über die nicht nur Informationen vermittelt werden, sondern auch der Austausch über Hobbys und Interessen von Gleichgesinnten ermöglicht wird.

Gegen Trickbetrüger und Trickdiebe, die es häufig auf ältere Menschen abgesehen haben, gibt es eine eigene Website mit vielen Ratschlägen und Tipps:  http://www.pfiffige-senioren.de/

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) e.V. als Zusammenschluss von rund 100 Mitgliedsorganisationen versteht sich als  Lobbyorganisation der Älteren, die auf ihrer Website zahlreichen zielgruppenbezogene Themen aufgreift: www.bagso.de

Umfassende Informationen zum Krankheitsverlauf und Therapiemöglichkeiten der Alzheimer-Krankheit bzw. Demenz werden von der Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V. in Berlin bereit gestellt: www.alzheimerforum.de

Auf dem Bürger-Portal für Freiburger Stadtteile finden sich aktuelle seniorenrelevante Informationen für Freiburg und Dreisamtal: www.freiburg-schwarzwald.de/senioren.htm